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DFG-Förderung für Bioanaloge Informationsverarbeitung

12.06.2015


Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt der Arbeitsgruppe Bioanaloge Informationsverarbeitung "Hochpräzise Verarbeitung zeitlicher Information in neuronalen Netzwerken des auditorischen Hirnstamms und ihre Störung nach Hörverlust" für weitere drei Jahre. Dazu hat sie im Rahmen ihres Schwerpunktprogramms "Ultrafast and temporally precise information processing: normal and dysfunctional hearing" (SPP 1608) 5.2 Mio € für insgesamt 21 geförderte Projekte zur Verfügung gestellt.

Hintergrund:
Die Nerven im Hörsystem gehören zu den schnellsten in unserem Gehirn. Beim Verstehen von Sprache geht es darum, das schnell schwankende Sprachsignal auch in Störgeräuschen (Lärm) herauszufiltern. Um die Richtung einer Schallquelle zu bestimmen, muss das Hörsystem eine schier unmögliche Leistung erbringen: Es verrechnet den Zeitunterschied zwischen linkem und rechtem Ohr mit unglaublicher Genauigkeit. Es ist klar, dass eine so hochspezialisierte Verarbeitung auch störungsanfällig ist. Bei Hörschäden wird insbesondere auch die zeitliche Verarbeitung stark beeinträchtigt. Ziel des Konsortiums ist es daher, die Grundlagen der hochpräzisen zeitlichen Verarbeitung zu erforschen um dann Gegenmaßnahmen zu entwickeln, damit Menschen mit Hörstörungen wieder bestmöglich Sprache verstehen können.