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Leibniz-Preis für Prof. Sami Haddadin

06.12.2018

Der wichtigste Forschungsförderpreis Deutschlands geht in diesem Jahr an Prof. Sami Haddadin. Der zum 01.04.2018 an die TUM berufene Professor für Robotik und Systemintelligenz wird damit für seine wegweisende Forschung im Bereich der Robotik geehrt.


Prof. Sami Haddadin mit einem von ihm entwickelten Roboterarm (Bild: Heddergott/TUM)

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gab heute in Bonn die Preisträgerinnen und Preisträger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises 2019 bekannt. Darunter: Prof. Sami Haddadin, der seit April als Joint Appointment sowohl der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik als auch der Fakultät für Informatik der TUM zugeordnet ist. Sami Haddadin leitet den Lehrstuhl für Robotik und Systemintelligenz und baut zurzeit als Gründungsdirektor das neue integrative Forschungszentrum "Munich School of Robotics and Machine Intelligence" (MSRM) auf. Der 38-Jährige war erst vor wenigen Monaten an die TUM zurückgekehrt, an der er selbst sowohl Elektrotechnik und Informationstechnik als auch Informatik studiert hatte. Erst vor einem Jahr erhielt Sami Haddadin den Deutschen Zukunftspreis 2017 vom Bundespräsidenten.

Ausgezeichnet wird er nun für seine Forschungsarbeit im Bereich der Robotik, allen voran für seine Forschung an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Sami Haddadin erforscht Grundlagen einer sicheren, intuitiven und zuverlässigen physikalischen Mensch-Roboter-Interaktion. Ausgehend vom menschlichen Bewegungsapparat konstruierte er eine Kombination aus nicht linearer weicher und reflexfähiger Drehmomentregelung und intrinsisch elastischer und aktiver mechanischer Leichtbauweise – so präparierte Roboter bewegen sich menschenähnlich und sind sicher im Umgang mit Menschen. Zudem arbeitete Haddadin mit Methoden der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens, um Roboter mit einer zuverlässigen kollisionsfreien Bahnplanung oder künstlichen Reflexsystemen auszustatten. Haddadin gelang es, viele seiner grundlegenden Forschungen in handhabbare Computerprogramme zu überführen, sodass sie heute in modernen Industrierobotern eingesetzt werden können.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG verliehen. Die Preisverleihung 2019 findet am 13. März in Berlin statt. Die Ausgezeichneten erhalten je ein Preisgeld von 2,5 Millionen Euro. Diese Gelder können die Preisträgerinnen und Preisträger bis zu sieben Jahre lang nach ihren eigenen Vorstellungen und ohne bürokratischen Aufwand für ihre Forschungsarbeit verwenden.

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