Neubau der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik in Garching

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der TUM wird in den nächsten Jahren vom Stammgelände in München auf den Forschungscampus Garching umziehen. Dazu wird dort ein neues Fakultätsgebäude errichtet. Gewonnen hat den hierzu ausgeschriebenen Architekturwettbewerb ein Entwurf von HENN aus München.

Rendering des neuen Fakultätsgebäudes (Foto: HENN)

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik (EI) ist eine der führenden Ingenieurfakultäten in Deutschland. Die Lehrstühle und Professuren sind in 11 Gebäuden untergebracht, die alle zwischen 1905 und 1994 gebaut wurden. Aufgrund der langen Nutzung entsprechen sie nicht mehr den modernen Anforderungen für Lehre und Forschung und können auch den steigenden Raumbedarf nicht mehr decken. Die Fakultät wird daher in den nächsten Jahren auf den Forschungscampus Garching umziehen.

Für das erste neue Fakultätsgebäude der EI hatte das staatliche Bauamt München 2 einen Wettbewerb ausgelobt. Erwartet wurde der Entwurf für eine laut Auslobung "konzeptionell und gestalterisch moderne und zukunftsweisende Forschungseinrichtung", die im westlichen Teil des Forschungsgeländes auf insgesamt 28.952 Quadratmetern entstehen soll.

"Durch den Neubau kann sich die Fakultät endlich räumlich weiterentwickeln", sagt Dekan Wolfgang Utschick. "Von den neuen Möglichkeiten in Garching werden Forschung und Lehre enorm profitieren."

Der Spatenstich für den ersten Bauabschnitt mit einem Volumen von 66 Millionen Euro in Garching fand im April 2018 statt. Ende 2020 sollen dann zunächst 10 der aktuell 45 Professuren in die neuen Gebäude einziehen. Die Fakultät möchte auf jeden Fall eine lange Zersplitterung auf verschiedene Standorte vermeiden. Von besonderer Bedeutung für die Weiterentwicklung der Fakultät im Rahmen des Neubaus in Garching ist es, dass die Fakultät möglichst schnell und vor allem komplett nach Garching umziehen kann. "Auf den ersten Bauabschnitt muss der Rest des Neubaus schnell folgen. Hoffentlich werden die Mittel für den restlichen Neubau möglichst bald bereitgestellt", sagt der Geschäftsführer der Fakultät Dr. Max Mornau. Die Kosten für den Gesamtneubau werden auf 520 Millionen Euro geschätzt. Eine Finanzierung ist noch nicht gesichert.

Auswirkungen des Umzugs nach Garching auf die Lehre

Im ersten Bauabschnitt werden vorwiegend Lehrstühle und Professuren des Kompetenzzentrums (CoC) Elektronische, Optoelektronische und Hybride Bauelemente den Standort wechseln. Auch nach dem ersten Bauabschnitt werden die Lehrveranstaltungen der Fakultät vorwiegend am Standort Innenstadt stattfinden. Lediglich einzelne Lehrveranstaltungen im Wahlbereich der im umziehenden CoC zusammengeschlossenen Dozenten werden nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts in Garching stattfinden. Insbesondere die Pflichtveranstaltungen des Bachelorstudiengangs bleiben langfristig in der Innenstadt.

Die Pflichtveranstaltungen sowie das gesamte Wahlangebot werden erst nach der Errichtung des Hörsaalkomplexes ab dem zweiten Bauabschnitt (voraussichtlich nach 2025) an den Standort Garching verlegt. Aktuelle Studierende sowie Studienanfänger des Studienjahres 2018/19 werden ihr Studium nahezu vollständig am Standort Innenstadt bestreiten.