Praxis und Karriere

EI-Absolventen heiß begehrt

Elektroingenieure haben derzeit gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie sind dringend gesucht in Forschung, Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb.

Aufgrund der konjunkturellen Verbesserungen seit 2010 und dem verschärften Fachkräftemangel aufgrund des demografischen Faktors ist der aktuelle Bedarf an gut ausgebildeten Ingenieur/innen sehr groß. Das VDE-Jobbarometer verzeichnet aktuell für Elektro- und Informationstechniker/innen allein über 8.000 Stellenangebote unter den 1.000 größten Arbeitgebern der einschlägigen Branchen und schätzt den jährlichen Bedarf auf etwa 10.000 zu besetzende Stellen. Dem stehen bundesweit an die 9.000 Absolvent/innen pro Jahr gegenüber. Nach dem VDE-Innovationsmonitor, einer Umfrage unter den 1250 VDE-Mitgliedsunternehmen sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen, sehen 59% der Befragten im sich abzeichnenden Fachkräftemangel das größte Innovationshemmnis für den Standort Deutschland. In Deutschland waren 2009 etwa 146.000 Elektroingenieur/innen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Von 2005 bis Dezember 2008 ist die Arbeitslosenquote von Elektroingenieuren fast stetig bis auf unter zwei Prozent gefallen. Erst Monate nach Einsetzen der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich diese auf die Arbeitsverhältnisse ausgewirkt. Der Anstieg der Erwerbslosenzahlen unter den Elektroingenieuren blieb dabei aber erfreulich schwach: Hier spiegelte sich die Bedeutung der Elektroingenieure für die Unternehmen wider. Im Jahr 2010 verbesserte sich die Konjunktur in den betreffenden Wirtschaftszweigen wieder, was sich in der sinkenden Arbeitslosenquote zeigte – mit weiter fallender Tendenz, speziell für Ingenieurinnen, für die es z.B. mit Engineera neben dem Studium auch spezielle Angebote gibt.

Ständig aktuelle Daten und weitergehende Statistiken sind beim Verein Deutscher Ingenieure zu finden: VDI Monitor

Praxisorientierung

Vor allem in den ersten Semestern des Bachelor-Studiums ist es sehr wichtig, die theoretischen Grundlagen zu legen. Wer dennoch auf die praktische Komponente gleich von Beginn an nicht verzichten möchte, kann beim Erstsemestertutorium adveisor Kontakte knüpfen und das erste Praxisprojekt in die Tat umsetzten. In den vergangenen Jahren haben die Studierenden autonom fahrende Segways entwickelt und umgesetzt oder Roboter geschaffen, die den Rubik's Cube in wenigen Sekunden aus jeder beliebigen Position autonom lösen. Bereits ab dem ersten Semester können Studierende selbst Hand anlegen bei studentischen Projekten wie eCARus, daedalus oder DiaManTUM.

Ingenieurpraxis

Im Bachelor-Studiengang ist die Ingenieurpraxis fester Bestandteil. Sie bildet einen Teil der berufsqualifizierenden Studieninhalte im Bachelorstudiengang Elektrotechnik und Informationstechnik und ermöglicht die praktische Anwendung der bis dahin im Studium erworbenen Kenntnisse. Die Ingenieurpraxis umfasst 9 Wochen Vollzeittätigkeit. Das entspricht 12 ETCS. Mit der Ingenieurpraxis sollen die Studierenden Einblicke in die Tätigkeit eines Ingenieurs und deren Aufgabenspektrum bekommen.

Partnerunternehmen

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik hat zahlreiche Partnerunternehmen in der Industrie, die oft und gerne TUM-Studierende für ein Praktikum einstellen. Professoren oder Mitarbeiter der Fakultät haben oft selbst schon bei einem dieser Unternehmen gearbeitet und pflegen gute Kontakte dorthin. Einige Partnerunternehmen stellen auch gerne TUM-Studierende im Rahmen einer Bachelor- oder Masterarbeit ein.

Mitarbeiter der Partnerunternehmen pflegen regen Kontakt zur TUM und stehen regelmäßig als Referenten für Seminare oder Vorträge zur Verfügung.

Stellenangebote

Die TUM bietet für Abschlussarbeiten, Praktika und Jobs entsprechende Stellenangebote an:

Stellenangebote für Abschlussarbeiten, Praktika, Jobs an der TUM: http://www.tum.de/die-tum/arbeiten-an-der-tum/stellenangebote/

TUM Job-Börse: https://db.alumni.tum.de/