Stadtenergiesystem

Stadtenergiesysteme beinhalten alle Infrastrukturen zur Befriedigung des Energiebedarfs für Strom, Wärme und Verkehr. Zunehmende Verstädterung und die Idee einer Ressourcen schonenderen Lebensweise benötigen einen effizienteren Umgang mit Energie und die Nutzung erneuerbarer Energien. Grundlage für die notwendigen Transformationen ist die Analyse von Erzeugung, Verteilung und Verbrauch. Die darauf aufbauende Optimierung von Teilsystemen berücksichtigt Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und lokale Gegebenheiten. Im Ergebnis erhalten Planer Werkzeuge zur Bewertung von Maßnahmen.

Energienutzungsplan Bayern (ENP)

Ziel des ENP ist es die energetische Planung als zusätzliches zentrales Planungselement in die Stadtplanung zu integrieren und somit eine nachhaltige und ökonomische Versorgung sicherzustellen. Im Rahmen des Energienutzungsplan wird das bestehende Energiesystem analysiert und künftige Versorgungskonzepte erstellt. Dabei wird sowohl der Ausbau existierender Versorgungsstrukturen untersucht als auch verschiedene Konzepte zur Integration Erneuerbarer Energien.

Gebäudewärmeverbrauch und -bedarf

Die Erfassung von Gebäudedaten für den kompletten Gebäudebestand in einer Kommune oder Region ist eine Grundvoraussetzung für energetische Potentialanalysen und Planungskonzepte, z.B. im Rahmen eines ENPs.Die Informationen werden transparent aus einer Vielzahl von kommunalen und Landes-Datenquellen zusammengeführt. Dabei finden strukturierte, georeferenzierte und vorbearbeitete Informationen ebenso wie unstrukturierte Daten Verwendung.

Durch die darauf aufbauende Berechnung von Wärmebedarfen bzw. die Analysen von Wärmeverbräuchen werden lokale Besonderheiten heraus gearbeitet.

Optimierung leitungsgebundener Infrastruktur

Auf Basis des geschätzten Wärme- und Strombedarfs von Gebäuden lässt sich Dimensionierung und Topologie von leitungsgebundener Infrastruktur optimieren. Dazu zählen die Netze für Strom, Gas und Fernwärme.

Energieverbrauch von Hubs

Als Hubs werden Städte bezeichnet, welche überregionale Aufgaben bündeln und als zentrale Knoten verschiedene Funktionen erfüllen. Der Gesamtenergieverbrauch wird im großen Maße von diesen Spezialisierungen beeinflusst.

Ein umfassendes Wissen über die Zusammensetzung des Energiebedarfs ist essentiell für eine ganzheitliche Optimierung der Energieversorgung.