Neuartige Isoliergase für gasisolierte metallgekapselte Schaltanlagen

Als Isolier- und Lichtbogenlöschmedium in gasisolierten metallgekapselten Schaltanlagen und Leistungsschaltern hat sich seit vielen Jahren Schwefelhexafluorid (SF6) bewährt. Ein wesentlicher Nachteil dieses Isoliergases besteht jedoch in seinem hohen Treibhauspotential (global warming potential, GWP), weshalb weltweit nach klimaneutraleren Alternativen gesucht wird. Vielversprechende grundsätzlich geeignete Gase, die mit SF6 vergleichbare dielektrische Eigenschaften aufweisen, können wegen ihres hohen Taupunkts nur als Teil eines Gasgemisches mit Trägergasen eingesetzt werden und sollen hinsichtlich ihrer charakteristischen Eigenschaften untersucht werden. Im Rahmen der Forschungsarbeiten wird die elektrische Festigkeit an für die Hochspannungstechnik typischen Modellanordnungen untersucht. Besonders interessieren dabei der Vergleich verschiedener Gasgemische und Elektrodenanordnungen, das Verhalten bei Teilverflüssigung und die Modellierung der Entladungsentwicklung.

Ansprechpartner für weitere Informationen: Michael Peiß, M.Sc.

Umweltfreundliche Schalttechnologien für die Höchstspannungsebene

Untersucht werden umweltfreundliche, fluor-freie Grundlagentechnologien für das Übertragungsnetz, d.h. für Bemessungsspannungen der eingesetzten Schaltgeräte und Schaltanlagen ab 420 kV. Als Basis dient dabei die Verwendung klimaneutraler Isoliergase (z.B. synthetischer Luft) in Verbindung mit Vakuumschaltröhren als Leistungsschaltelemente. Dies erfordert erhebliche Anpassungen des Designs der Schaltgeräte und technologische Ansätze zu Isolationskonzepten, die auf die Eigenschaften des jeweiligen Alternativgases abgestimmt sind.

Ansprechpartner für weitere Informationen: Patrick Gambeck M.Sc., Felix Kaiser M.Sc., Maximilian Millisterfer M.Sc.